it-sa 2026 : Eine US-Software digital souverän betreiben? : Das geht – mit dem richtigen Produkt und Partner
Einfach skalierbar, hoch verfügbar und ohne eigene, kostenfressende Infrastruktur – mit solchen Versprechen werben US-Cloudanbieter um Kunden. Doch die Sache hat eine Kehrseite: Sie führt in Zeiten unberechenbarer Politik, kriegerischer Auseinandersetzungen und von Handelskonflikten zu einer kritischen Abhängigkeit von wenigen globalen Cloud-Anbietern. Es droht ein Verlust der Kontrolle über eigene Daten.
Die jüngsten Entwicklungen führen europäischen CIOs und IT-Verantwortlichen vor Augen, wie fragil die vermeintlich unkomplizierte Digitalwelt in der Cloud ist. Die Lösung? Digitale Souveränität. In Europa ansässige Unternehmen müssen die Kontrolle über ihre kritischen Daten und Infrastrukturen Stück für Stück zurückerlangen. Europäische Rechenzentren und Technologien wie OpenStack sind Wege, wieder Boden gutzumachen. Besonders relevant ist das für Organisationen, die kritische Infrastrukturen betreiben und damit im sensiblen KRITIS-Umfeld agieren. Aber bedeutet das nicht, wieder zu jenen Strukturen zurückzukehren, die man mithilfe der Cloudanbieter überwinden wollte?
Die entscheidende letzte Meile
„Vielleicht ist das die falsche Frage“, sagt Michael Schäfer, der die Unit Digitale Souveränität bei der Netlution GmbH aus Ludwigshafen leitet. „Sehr gute Cloudprovider gibt es auch hierzulande“, erklärt Schäfer und verweist darauf, wo er die eigentliche Herausforderung sieht: „Die entscheidende letzte Meile liegt zwischen der Plattform und dem Kunden.“ Spezialisierte IT-Dienstleister wie Netlution schließen diese Lücke mit ihrem Know-how, fundierten Erfahrungen in Dual-Use-Umgebungen und in IT-Landschaften, die eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung (SÜ2) erfordern. Der deutsche Cloudprovider liefert dabei die Infrastruktur, spezialisierte IT-Consultingfirmen bringen die Erfahrung mit, um sie planbar und sicher zu skalieren.
Für Hosting-Anbieter, Betreiber von Cloudplattformen oder Rechenzentrums-Dienstleister besteht der Vorteil einer Zusammenarbeit genau darin, sich auf das zu konzentrieren, was sie am besten können: verlässlich Rechenleistung zur Verfügung zu stellen, ohne jenseits des Kerngeschäfts zu agieren. IT-Dienstleister müssen dafür ein breites Leistungsspektrum abdecken. Gebraucht werden ganzheitliche Konzepte, bei denen Architektur und Beratung, Migration und Modernisierung, Automatisierung und Betrieb ineinandergreifen. SÜ2-zertifizierte Mitarbeiter ermöglichen dabei die Umsetzung auch sicherheitskritischer Anforderungen und schaffen die Grundlage für digital souveräne IT-Projekte.
Blueprints statt Einzelprojekte
„Hinzu kommt, dass wir einen Blueprint-Based Approach verfolgen“, sagt Jörg Bode, der als Senior Consultant in Schäfers Team arbeitet. „Mit zunehmenden Aufträgen und neuen Szenarien in der Zusammenarbeit wachsen auch Qualität und Geschwindigkeit und ermöglichen es den Partnern, etablierte Lösungen wiederzuverwenden.“ Kürzere Laufzeiten, geringere Projektrisiken, höhere Qualität und Frameworks helfen dabei, dass Organisationen effizienter werden. Das führt für Cloudprovider wie Endkunden zu Kostenreduktion und einer verlässlichen Budgetplanung.
„Die Vorteile für die Provider selbst liegen auf der Hand“, sagt Schäfer. Sie profitierten von höheren Abschlussquoten. Die Vertriebszyklen würden sich deutlich verkürzen und auch die Umsetzung könne mit der Zeit schneller werden bei gleichzeitig sinkenden Implementierungsrisiken.
In der Praxis sieht das dann so aus:
- Ausgangssituation: Industriekunde mit bestehender VMware-Umgebung und mehreren Cloud Workloads
- Ziel: Überführung in eine souveräne Infrastruktur
- Unterstützung: Frühzeitige Einbindung spezialisierter Partner
- Gemeinsame Erarbeitung: Zielbild, Roadmap und Migrationsstrategie sowie Lösungen für Migration, Automatisierung und Betrieb
- Ergebnis: Die spezialisierte Expertise kann entscheidend dafür sein, den Auftrag überhaupt zu gewinnen.
Mehr als ein Rechenzentrum in Europa
Digitale Souveränität endet nicht bei der Entscheidung für ein europäisches Rechenzentrum oder einen deutschen Anbieter. Sie bedeutet, dass Organisationen die Fähigkeit erlangen, selbstbestimmt über Technologien, Daten, Betriebsmodelle und strategische Abhängigkeiten zu entscheiden. Häufig sind Unternehmen stark von einzelnen Anbietern wie Microsoft oder Google abhängig. Eine Exit-Strategie ist oft praktisch nicht existent, weil es bislang nicht nötig erschien. Gleichzeitig unterliegen Akteure im europäischen Raum wachsenden regulatorischen Anforderungen, während die Unsicherheit durch geopolitische Verwerfungen wächst. Wer weiß schon, ob nicht der nächste Präsidialerlass sämtliche sensiblen Unternehmensdaten abfließen lässt?
Ganzheitliche Konzepte von spezialisierten Partnern setzen dabei nicht erst bei der technologischen Umsetzung an. Sie schaffen zunächst Transparenz über bestehende Abhängigkeiten, zeigen konkrete Wege zu mehr digitaler Souveränität auf und begleiten die Umsetzung bis hin zur Überführung in eine souveräne Infrastruktur. Dazu gehören ebenso der Wissenstransfer und das gezielte Enablement interner Teams, damit Know-how und Kompetenzen langfristig in der eigenen Organisation verankert werden.
Souveräner Betrieb von ServiceNow
Digitale Souveränität – funktioniert das denn auch mit Softwareprodukten, die aus den USA kommen und nicht selten mit einer Cloud-Lösung jenseits Europas verknüpft sind? „Ja, durchaus“, erklärt Schäfer und verweist auf ein Produkt, das in vielen Unternehmen zu einer geschäftskritischen Plattform geworden ist: ServiceNow. Von IT-Service-Management über Enterprise-Workflows und Governance-Prozesse bis hin zu zunehmend KI-gestützten Automatisierungen hat sich das Produkt auch in Europa etabliert. Das Problem ist auch hier das gleiche: Abhängigkeiten werden aufgrund geopolitischer Verwerfungen zum Risiko, Kunden wünschen sich Unabhängigkeit.
Als Spezialist für digitale Souveränität – made in Germany – ist Netlution in der Lage, global agierende Unternehmen mit komplexen IT-Umgebungen dabei zu begleiten, bestehende oder zukünftige Lösungen auf Basis von US-Software und globalen Plattformen selbst zu betreiben oder digital souverän betreiben zu lassen. Das gilt auch für sicherheitskritische Umgebungen, in denen hohe Anforderungen an Kontrolle, Datenhoheit und Betrieb gestellt werden. „Für unsere Kunden liegt der Mehrwert darin, dass wir mit umfassender Expertise nicht nur einzelne Plattformen betrachten, sondern Unternehmen beim gesamten Transformationsprozess unterstützen“, erklärt Schäfer.
Entscheider müssen jetzt die Weichen stellen, um digital wieder handlungsfähig zu werden. Erfahren Sie hier, wie Sie dafür die Voraussetzungen schaffen: netlution.de/digitale-souveraenitaet
Autor
Peter Stedler, Netlution GmbH
