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Elastic Stack trifft On-Premises Sovereign Cloud: : Hochgeschwindigkeits-Security und Datensouveränität vereint : Messestand aus der it-sa: Halle 7, Stand 212

Steigende Cyberkriminalität auf der einen, verschärfte Regulierungen auf der anderen Seite: Deutsche Unternehmen lavieren zwischen wachsender Bedrohung und strengen Compliance-Vorgaben. Dass sich Hochgeschwindigkeitsanalysen und kompromisslose Datensouveränität nicht ausschließen müssen, beweist die Kombination aus Elastic Stack und der On-Premises Sovereign Cloud der noris network AG.

Tim Zöllnerit-sait-sa 2026
Lesezeit 4 Min.
(Bild: KI-generiert)

Sicherheit ist kein Produkt, sondern ein Prozess – eine Binsenweisheit, an der im Alltag dennoch zahlreiche Schutzkonzepte scheitern. Statt echte Sichtbarkeit in der eigenen IT-Topologie zu schaffen, investieren Unternehmen in teure Tools. Dabei entscheidet sich gerade an dieser Sichtbarkeit, ob ein Security Operations Center (SOC) den auffälligen Logeintrag als Frühwarnung erkennt und den Angriff stoppt, ehe er zum Datenabfluss eskaliert.

Wie teuer falsche Schutzkonzepte Organisationen tatsächlich zu stehen kommen, untermauert die aktuelle Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2025“. Demnach beläuft sich der jährliche Schaden durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage auf fast 290 Milliarden Euro. Etwas mehr als 200 Milliarden davon gehen auf das Konto von Cyberangriffen. 87 Prozent der befragten Unternehmen wurden bereits Opfer, knapp ein Drittel davon durch Ransomware. Pikant: Fast die Hälfte dieser Vorfälle lässt sich laut Erhebung Akteuren aus Russland oder China zuordnen. Dass es dabei keine sicheren Häfen gibt, dokumentieren Fachportale nahezu täglich. Die Opferliste reicht vom Rüstungskonzern über die Deutsche Bahn bis hin zur Kommune und dem mittelständischen Zulieferer. Das widerlegt auch die gefährliche Annahme, man sei zu klein oder zu unbekannt für Hacker: Angreifer scannen ihre Ziele nicht nach Bekanntheit, sondern nach Verwundbarkeit.

Verschoben hat sich vor allem auch die Qualität der Vorfälle: 28 Prozent der Unternehmen führen Angriffe mittlerweile auf ausländische Nachrichtendienste zurück. Die Grenze zwischen Cybercrime und staatlicher Spionage verschwimmt also zusehends. Überall dort, wo es um staatliche Infrastrukturen, Patientendaten oder sensible Forschung geht, also in Sektoren wie Public Sector, Defense, Healthcare und Finance, ist Datensouveränität mittlerweile zur unbedingten Voraussetzung für den operativen Betrieb geworden.

Souveränität wird zur Sicherheitsfrage

Inzwischen sieht sogar mehr als die Hälfte der Unternehmen die eigene Existenz durch Cyberbedrohungen gefährdet. Dem gegenüber steht eine eklatante technologische Abhängigkeit: Laut Bitkom setzen 67 Prozent auf US-Sicherheitslösungen, während gleichzeitig 74 Prozent eine stärkere Rolle deutscher Anbieter fordern. Eine Abhängigkeit, die weit mehr als ein Beschaffungsthema darstellt: Wer Bedrohungsdaten in einer Public Cloud verarbeitet, deren Betreiber dem US Cloud Act oder dem Patriot Act unterliegt, gibt im Zweifel die Kontrolle über genau jene Informationen ab, die er eigentlich schützen will. Dieses Risiko endet nicht an der Landesgrenze. Es greift selbst dann, wenn die Daten physisch in einem europäischen Rechenzentrum liegen, dieses aber von einem US-Anbieter betrieben wird. Wer kontrolliert den Zugriff? Wo liegen die kryptografischen Schlüssel? Spätestens unter NIS-2 und DSGVO werden diese Fragen für Compliance-Verantwortliche absolut prüfungsrelevant.

Elastic Cloud Enterprise in der souveränen Cloud

Der Elastic Stack hat sich hier als globaler Standard für Enterprise Search und Observability etabliert. Mit Elastic Cloud Enterprise (ECE) läuft diese enorme Analysekraft jetzt direkt in den Hochsicherheitsrechenzentren der noris network AG. Kunden profitieren von der gewohnten Flexibilität einer modernen Cloud-Plattform – von der automatisierten Bereitstellung der Cluster bis hin zu nahtlosen Upgrades –betreiben ihre Instanzen jedoch auf dedizierter, physischer Hardware in Deutschland. Weil die gesamte Installation innerhalb der On-Premises Sovereign Cloud erfolgt, entfallen Latenzen zu externen Providern vollständig. Abfragen über Milliarden von Datensätzen beantworten die Systeme in Sekundenbruchteilen.

Plattform für Security und Observability

Der eigentliche Hebel liegt in der Konvergenz der Daten. Sicherheits- und Betriebsinformationen stammen häufig aus exakt denselben Quellen, werden traditionell aber in getrennten Silos und Werkzeugen ausgewertet. ECE bricht diese Strukturen auf und betreibt SIEM, Application Performance Monitoring (APM) und Logging vereint auf einer einzigen Plattform.

Zeigt eine geschäftskritische Anwendung eine Anomalie, lässt sich im selben Dashboard in Echtzeit klären, ob es sich um ein banales Leistungsproblem oder einen gezielten Cyberangriff handelt. Ein einziger leichtgewichtiger Agent erfasst Microservices, Datenbanken und Cloud-Workloads parallel zu den Sicherheitslogs. Das hält den Overhead auf den überwachten Systemen minimal. Über 500 vorgefertigte Integrationen binden Firewalls, Endpunkte und Cloud-Dienste out-of-the-box an; fehlende Schnittstellen werden bei Bedarf maßgeschneidert entwickelt. Integrierte Machine-Learning-Algorithmen erkennen zudem Abweichungen im Datenstrom, noch bevor sie zu einem kritischen Vorfall reifen.

Vom Werkzeug zum gelebten Prozess

Klar ist aber auch: Ein SIEM ist immer nur so gut wie die Daten, die es speisen und nur so wirksam wie das Team, das es bedient. Über Logstash und Fleet integriert ECE hochgradig heterogene Quellen, von klassischen Firewalls über Endpoint-Telemetrie bis hin zu komplexen Cloud-Workloads. Auf Wunsch übernimmt noris network den Betrieb der Plattform vollständig. Das entlastet das interne Security-Team des Kunden, das sich vollends auf die Analyse von Bedrohungen konzentrieren kann, anstatt wertvolle Zeit mit der Wartung der Hardware-Infrastruktur zu verlieren.

Compliance als echter Wettbewerbsvorteil

Für Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und für das stark regulierte Finanzwesen ist regulatorische Konformität eine existenzielle Notwendigkeit. Die Rechenzentren der noris network werden strikt nach ISO 27001 auf Basis des BSI-IT-Grundschutzes betrieben und erfüllen über Testate wie TISAX und PCI DSS höchste branchenspezifische Standards. In Verbindung mit lückenlosen Audit-Logs entsteht eine revisionssichere Umgebung, in der sämtliche Daten den deutschen Rechtsraum zu keinem Zeitpunkt verlassen.

Ausblick: Künstliche Intelligenz im souveränen SOC

Durch den Einsatz generativer Modelle und fortgeschrittenen maschinellen Lernens wird das SOC der Zukunft deutlich autonomer agieren. Dass diese KI-gestützte Analyseintelligenz auf einer nachweislich souveränen Plattform arbeitet, garantiert, dass auch die sensiblen Trainingsdaten der Sicherheitsmodelle das geschützte Netzwerk niemals verlassen. Für Unternehmen, die Digitalisierung und IT-Sicherheit gleichermaßen strategisch denken, ist das souveräne SOC und SIEM die einzig logische Konsequenz aus einer globalen Bedrohungslage.

 

Autor

Tim Zöllner, noris network AG