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„Resilienz beginnt mit Transparenz über die eigene IT“

Cyberangriffe, neue regulatorische Vorgaben und der Wunsch nach digitaler Souveränität stellen Unternehmen und Behörden vor wachsende Herausforderungen. Im Interview erläutert Mario Jandeck, CEO und Mitgründer von Enginsight, warum Transparenz über die eigene IT die Grundlage für Cyberresilienz ist und wie sich Sicherheitsanforderungen effizienter erfüllen lassen.

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Lesezeit 2 Min.

Enginsight war auf der Public IT Security Conference 2026 (PITS) vertreten. Welche Themen stehen derzeit im Fokus?

Mario Jandeck: Die Diskussionen drehen sich um drei Themen: Cyberresilienz, regulatorische Anforderungen und digitale Souveränität. Mit NIS-2, KRITIS-Vorgaben und steigenden Erwartungen an die IT-Sicherheit wächst der Handlungsdruck. Gleichzeitig stellt sich zunehmend die Frage, wie Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern oder außereuropäischen Anbietern reduziert werden können. Viele Organisationen suchen daher nach Lösungen, die Sicherheitsanforderungen erfüllen, Transparenz schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur digitalen Souveränität leisten. Enginsight entwickelt und betreibt seine Plattform in Deutschland und adressiert damit genau diese Anforderungen.

Mario Jandeck: „Wir vereinen Asset Management, Schwachstellenmanagement und Angriffserkennung auf einer zentralen Plattform, um Organisationen mehr Sicherheit, Transparenz und digitale Souveränität zu ermöglichen.“

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen?

Mario Jandeck: Die meisten Organisationen verfügen heute über eine Vielzahl von Sicherheitslösungen, die nebeneinander betrieben werden. Dadurch entstehen Datensilos und zusätzliche Komplexität. Gleichzeitig wachsen die IT-Landschaften kontinuierlich. Neue Endgeräte, Cloud-Dienste und vernetzte Systeme erhöhen die Angriffsfläche. Viele IT-Verantwortliche wissen zwar, dass Risiken vorhanden sind, verfügen aber nicht immer über einen vollständigen und aktuellen Überblick. Genau dieser Mangel an Transparenz stellt häufig das größte Sicherheitsrisiko dar.

Wie unterstützt Enginsight dabei?

Mario Jandeck: Unser Ziel ist es, Komplexität zu reduzieren. Durch unsere Plattform erhalten Verantwortliche einen ganzheitlichen Blick auf ihre IT-Umgebung (www.enginsight.com). Statt Daten aus unterschiedlichen Lösungen zusammenzuführen, stehen alle sicherheitsrelevanten Informationen zentral zur Verfügung. Risiken können schneller erkannt, priorisiert und behoben werden.

Welche Bedeutung hat dieser Ansatz für Betreiber kritischer Infrastrukturen?

Mario Jandeck: Obwohl sich die Anforderungen je nach Branche unterscheiden, stehen viele Organisationen vor ähnlichen Aufgaben. Krankenhäuser müssen die Verfügbarkeit medizinischer Systeme und den Schutz sensibler Gesundheitsdaten sicherstellen. Energieversorger benötigen Transparenz über ihre Netze und Leitstellen. Öffentliche Verwaltungen wiederum müssen häufig komplexe, gewachsene IT-Strukturen absichern. In all diesen Bereichen ist es entscheidend, jederzeit zu wissen, welche Systeme vorhanden sind, welche Schwachstellen existieren und wo unmittelbarer Handlungsbedarf besteht. Eine zentrale Plattform schafft die notwendige Transparenz und unterstützt dabei, Risiken gezielt zu reduzieren.

Welche Rolle spielt digitale Souveränität für die Cybersicherheit?

Mario Jandeck: Organisationen müssen nachvollziehen können, wie Sicherheitslösungen funktionieren, wo Daten verarbeitet werden und ob sie langfristig unabhängig und handlungsfähig bleiben. Gerade Behörden, KRITIS-Betreiber und Organisationen mit sensiblen Informationen legen zunehmend Wert auf transparente, vertrauenswürdige Lösungen. Digitale Souveränität stärkt damit nicht nur die Kontrolle über die eigene IT, sondern auch die Resilienz gegenüber geopolitischen, wirtschaftlichen oder technologischen Abhängigkeiten.

Der Begriff Cyberresilienz wird häufig verwendet. Was bedeutet er konkret?

Mario Jandeck: Cyberresilienz bedeutet, dass eine Organisation auch unter Angriffen handlungs- und betriebsfähig bleibt. Es geht nicht allein darum, Vorfälle zu verhindern, sondern Angriffe frühzeitig zu erkennen, ihre Auswirkungen zu begrenzen und den Normalbetrieb möglichst schnell wiederherzustellen. Dafür braucht es Transparenz über die vorhandenen Systeme, kontinuierliche Risikoanalysen sowie klar definierte Prozesse.

www.enginsight.com

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