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Cybersicherheit: Frauen sehen Chancen, kämpfen aber mit Ungleichheit und Entlassungen

Eine aktuelle ISC2-Studie unter rund 2.600 Frauen in der Cybersicherheitsbranche zeichnet ein widersprüchliches Bild: Während eine große Mehrheit das Berufsfeld als attraktiv bewertet, berichten Frauen deutlich häufiger als Männer von Entlassungen, Gehaltsungleichheit und Karrierehindernissen.

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Laut einer Untersuchung der gemeinnützigen Mitgliederorganisation ISC2 bezeichnen rund 72 Prozent der befragten Frauen Cybersicherheit als einladenden Karriereweg in ihrem Land oder ihrer Region. Auch die durchschnittliche Arbeitszufriedenheit legte demnach im Jahresvergleich von 67 auf 71 Prozent zu. Hinter diesen positiven Zahlen verbergen sich allerdings erhebliche strukturelle Probleme, die Frauen in der Branche überproportional betreffen.

Entlassungen und Gehaltsungleichheit treffen Frauen härter

Beim Thema Arbeitsplatzsicherheit und Karriereentwicklung treten laut der Studie klare Unterschiede zwischen den Geschlechtern zutage. Circa 28 Prozent der Frauen geben an, dass ihre Organisationen in den vergangenen zwölf Monaten Stellen im Sicherheitsbereich gestrichen haben – bei Männern sind es 23 Prozent. Noch deutlicher wird die Kluft bei Bezahlung und Beförderungen: Gut ein Drittel der Frauen (34 Prozent) sieht sich durch Ungleichheiten in diesen Bereichen in der eigenen Karriere ausgebremst. Unter den männlichen Befragten teilt nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) diese Einschätzung.

Als größte Hürde, um in der Cybersicherheit zu bleiben oder sich weiterzuentwickeln, nennen fast die Hälfte der Frauen (45 Prozent) die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben beziehungsweise Betreuungspflichten. Bei Männern liegt dieser Anteil mit rund 29 Prozent erheblich niedriger. Angesichts der aktuellen Marktbedingungen ziehen zudem circa 33 Prozent der Frauen einen Berufswechsel in Betracht – gegenüber 27 Prozent der Männer.

Männer nehmen Hürden für Kolleginnen kaum wahr

Besonders auffällig ist die Wahrnehmungslücke zwischen den Geschlechtern: Laut ISC2 sehen rund 42 Prozent der männlichen Teilnehmer keine nennenswerten Hürden für Frauen in der Branche. Unter den weiblichen Befragten sagen das nur 17 Prozent – also 2,5-mal weniger. Die Probleme, mit denen Frauen im Berufsalltag konfrontiert sind, werden offenbar von einem erheblichen Teil der männlichen Kollegen schlicht nicht wahrgenommen.

Bemerkenswert ist dagegen ein Ergebnis bei den KI-Kompetenzen: 27 Prozent der Frauen stufen ihre Kenntnisse in künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen als „signifikant“ ein – bei Männern tun das nur 17 Prozent. Trotz dieser höheren Selbsteinschätzung stehen Frauen laut der Studie vor größeren Schwierigkeiten, wenn es darum geht, KI-Kompetenzen im beruflichen Umfeld auszubauen.

50×50-Initiative

ISC2 verfolgt mit der sogenannten „Global 50×50 Initiative“ das langfristige Ziel, den Frauenanteil in der Cybersicherheit bis 2050 auf 50 Prozent zu heben. Anlässlich des International Women’s Month findet am 18. März dazu ein virtueller Women’s Summit statt.

Die zugrunde liegende ISC2 Cybersecurity Workforce Study basiert auf einer Online-Umfrage, die im Mai und Juni 2025 unter gut 16.000 Cybersicherheitsfachkräften und Entscheidungsträgern durchgeführt wurde – darunter circa 2.600 Frauen. Die Befragten stammen aus Nordamerika, Lateinamerika, dem Asien-Pazifik-Raum sowie aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI-Werkzeugen erstellt. Die inhaltliche Verantwortung, Überprüfung der Fakten und redaktionelle Bearbeitung liegen bei der Redaktion.