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Hardware-Trojaner: BSI-Studie deckt Schwachstellen in IT-Lieferketten auf

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Studie veröffentlicht, die die Gefahr von Manipulationen in der Fertigungskette von IT-Systemen aufzeigt. Die Studie mit dem Titel "Prüfung von Manipulationsmöglichkeiten von Hardware in verteilten Fertigungsprozessen (PANDA)" wurde von der IHP GmbH im Auftrag des BSI erstellt.

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor den wachsenden Gefahren durch Hardware-Trojaner. Eine aktuelle Studie des BSI mit dem Titel „Prüfung von Manipulationsmöglichkeiten von Hardware in verteilten Fertigungsprozessen (PANDA)“ zeigt, wie Angreifer Schwachstellen in komplexen, verteilten Fertigungsprozessen ausnutzen können, um diese Schadprogramme in IT-Systeme einzuschleusen.

Die Folgen: Manipulierte Systeme, Datenverlust und Ausfälle

Hardware-Trojaner können gravierende Auswirkungen auf die IT-Sicherheit haben. Manipulationen an IT-Systemen können zu Datenverlust, Funktionsstörungen oder sogar zum vollständigen Ausfall führen. Die Studie des BSI deckt auf, dass derartige Manipulationen in jeder Phase der Fertigungskette möglich sind, vom Design bis zur Auslieferung des fertigen Produkts.

Die PANDA-Studie beleuchtet verschiedene Methoden, mit denen Angreifer Hardware-Trojaner einschleusen können. Manipulationen von Chips, Leiterplatten oder Firmware sind nur einige Beispiele. Das BSI weist darauf hin, dass die Erkennung dieser Trojaner aufgrund ihrer Präzision und Kleinheit äußerst schwierig sein kann.

Handlungsempfehlungen für IT-Hersteller und -Dienstleister

Um sich vor Hardware-Trojanern zu schützen, bietet die BSI-Studie Handlungsempfehlungen für IT-Hersteller und -Dienstleister. Diese umfassen unter anderem:

  • Strenge Sicherheitskontrollen in der Fertigungskette
  • Verwendung manipulationssicherer Komponenten
  • Regelmäßige Überprüfung der Systeme auf Manipulationen

Die PANDA-Studie des BSI unterstreicht die wachsende Bedeutung von IT-Sicherheit in der gesamten Lieferkette. Unternehmen müssen die Risiken durch Hardware-Trojaner ernst nehmen und geeignete Maßnahmen zum Schutz ihrer Systeme ergreifen. Die Handlungsempfehlungen des BSI bieten eine wichtige Grundlage für die Umsetzung effektiver Schutzmaßnahmen.

Die vollständige PANDA-Studie ist frei verfügbar: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/EN/BSI/Publications/Studies/PANDA/PANDA.html

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