Free

Zwischen KI-Angst und Fachkräftemangel

Die Ergebnisse des Bitdefender Cybersecurity Assessment Reports 2024 zeichnen ein besorgniserregendes Bild der IT-Sicherheit in Deutschland. Unternehmen stehen vor einer Vielzahl neuer Herausforderungen, die durch die sich rasant verändernde Bedrohungslandschaft und den Fachkräftemangel noch verstärkt werden.

Lesezeit 2 Min.

Der Kampf gegen Cyberkriminalität gerät außer Kontrolle: Fast alle Unternehmen fürchten die Auswirkungen generativer künstlicher Intelligenz (KI) auf die Cybersicherheitslandschaft (96,6 Prozent). Zugleich steigt die Zahl der Data Breaches in Deutschland um 12,7 Prozent gegenüber 2023 und der Frust im IT-Sicherheitsbereich erreicht neue Höhen: Zwei von drei der befragten Sicherheitsprofis planen in den nächsten zwölf Monaten ihren Job zu wechseln (76,6  Prozent in Deutschland). Diese Ergebnisse liefert der neue Bitdefender Cybersecurity Assessment Report 2024, der heute veröffentlicht wurde. Befragt wurden rund 1.200 IT- und IT-Sicherheitsprofis aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Singapur. Die Teilnehmerzahl verteilte sich gleichmäßig auf alle Regionen. Die Befragung fand von März bis Mai 2024 statt.

KI und Deepfakes als Bedrohung

Künstliche Intelligenz (KI) und insbesondere KI-generierte Deepfakes stellen eine ernstzunehmende Bedrohung für Unternehmen dar. Nahezu alle befragten IT-Sicherheitsverantwortlichen in Deutschland (99 Prozent) sehen in Deepfakes eine Bedrohung, 40,8 Prozent stufen sie als „sehr groß“ ein. Paradoxerweise überschätzen viele Unternehmen jedoch die Fähigkeit ihrer Mitarbeiter, Deepfakes zu erkennen: 84,6 Prozent der Befragten in Deutschland glauben fälschlicherweise, dass ihre Kollegen Deepfakes von echten Inhalten unterscheiden können. Diese Fehleinschätzung kann fatale Folgen haben, da Deepfakes für gezielte Phishing-Angriffe, Desinformationskampagnen und andere betrügerische Aktivitäten eingesetzt werden können.

Massive Jobflucht im IT-Sicherheitsbereich

Der hohe Arbeitsdruck und die langen Arbeitszeiten in der IT-Sicherheitsbranche führen zu einem besorgniserregenden Trend: 76,6 Prozent der befragten IT-Sicherheitsexperten in Deutschland planen in den nächsten zwölf Monaten einen Jobwechsel. Diese Fluktuation hat gravierende Folgen für die Unternehmen, da es immer schwieriger wird, offene Stellen mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen. Durch die hohe Fluktuation geht zudem Know-how und Erfahrung verloren, was die IT-Sicherheit der Unternehmen zusätzlich schwächt.

Die hohe Arbeitsbelastung im IT-Sicherheitsbereich ist ein weiterer Faktor, der zur Unzufriedenheit der Beschäftigten und zur Flucht aus dem Beruf beiträgt. 77,1 Prozent der Befragten in Deutschland müssen aufgrund von Sicherheitsproblemen am Wochenende arbeiten. Diese ständige Bereitschaft und der Mangel an Freizeit belasten die Mitarbeiter enorm und führen zu einem hohen Stresslevel.

Data Breaches nehmen zu

Zudem nimmt laut Studie die Zahl der Datenpannen rasant zu: 61,2 Prozent der Unternehmen in Deutschland hatten in den letzten zwölf Monaten einen solchen Vorfall zu verzeichnen. Das ist ein Anstieg von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Qualität von Phishing-Angriffen und Social Engineering wird immer besser. So sehen 77,1 Prozent der Befragten eine deutliche Steigerung der Raffinesse dieser Angriffsmethoden.

Der Cybersecurity Assessment Report 2024 zeige laut Bitdefender deutlich, dass Unternehmen ihre Cybersicherheitsstrategien proaktiv anpassen müssen, um mit den neuen Bedrohungen und Herausforderungen Schritt zu halten. Investitionen in moderne Technologien, qualifizierte Mitarbeiter und proaktive Maßnahmen sind unerlässlich, um die Sicherheit von Unternehmen und Daten zu gewährleisten.

Den vollständigen Bitdefender Cybersecurity Assessment Report 2024 finden Sie hier: https://businessresources.bitdefender.com/bitdefender-2023-cybersecurity-assessment

Diesen Beitrag teilen: