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US-Finanzministerium sanktioniert zwölf Kaspersky-Manager

Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen ein Dutzend Führungskräfte von Kaspersky Lab verhängt – nur einen Tag, nachdem das russische Unternehmen vom Handelsministerium verboten wurde.

AllgemeinBedrohungenCompliance
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Der Schritt „unterstreicht unser Engagement, die Integrität unseres Cyberraums zu gewährleisten und unsere Bürger vor bösartigen Cyberbedrohungen zu schützen“, so Brian E. Nelson, Unterstaatssekretär für Terrorismus und Finanzaufklärung im US-Finanzministerium. „Die Vereinigten Staaten werden Maßnahmen ergreifen, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die versuchen, solche Aktivitäten zu erleichtern oder zu ermöglichen.“

Die Sanktionen betreffen jedoch nicht Kaspersky Lab, seine Mutter- oder Tochtergesellschaften, noch den Gründer und CEO des Unternehmens, Eugene Kaspersky, so das Office of Foreign Assets Control (OFAC). Die zwölf sanktionierten Führungskräfte sind:

  • Andrei Gennadyevich Tikhonov, Chief Operating Officer (COO) und Vorstandsmitglied
  • Daniil Sergeyevich Borshchev, stellvertretender CEO und Vorstandsmitglied
  • Andrei Anatolyevich Efremov, Chief Business Development Officer (CBDO) und Vorstandsmitglied
  • Igor Gennadyevich Chekunov, Chief Legal Officer (CLO) und Vorstandsmitglied
  • Andrey Petrovich Dukhvalov, Vizepräsident und Direktor für Zukunftstechnologien
  • Andrei Anatolyevich Suvorov, Leiter der Kaspersky Operating System Business Unit
  • Denis Vladimirovich Zenkin, Leiter der Unternehmenskommunikation
  • Marina Mikhaylovna Alekseeva, Chief Human Resources (HR) Officer
  • Mikhail Yuryevich Gerber, Executive Vice President für Consumer Business
  • Anton Mikhaylovich Ivanov, Chief Technology Officer (CTO)
  • Kirill Aleksandrovich Astrakhan, Executive Vice President für Corporate Business
  • Anna Vladimirovna Kulashova, Geschäftsführerin für Russland und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)

Diese Maßnahmen folgen auf das Verbot des Handelsministeriums, das Kaspersky ab dem 20. Juli 2024 untersagt, seine Software und andere Sicherheitsdienste in den USA anzubieten. Das Unternehmen wurde außerdem auf die Entity List gesetzt. Das ist eine Liste, die vom US-Handelsministerium verwaltet wird und Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen auflistet, denen der Handel mit US-amerikanischen Firmen oder der Erwerb von US-Technologie eingeschränkt oder untersagt ist.

Russland hat erklärt, dass das Verkaufsverbot für Kaspersky-Software ein typischer Schritt der USA sei, um ausländische Konkurrenz zugunsten amerikanischer Produkte zu unterdrücken. Kaspersky betont weiterhin, dass es keine Verbindungen zur russischen Regierung hat.

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