Zwei Drittel der Beschäftigten kommen mit IT-Sicherheitsvorgaben gut zurecht
Eine repräsentative Studie von G DATA zeigt, dass die Mehrheit der Angestellten in Deutschland die Cybersecurity-Maßnahmen ihrer Arbeitgeber als praktikabel empfindet. Dennoch gibt es in einigen Branchen erheblichen Nachholbedarf.
Fast 67 Prozent der Beschäftigten in Deutschland bewerten ihren eigenen Umgang mit IT-Sicherheitsmaßnahmen und -richtlinien am Arbeitsplatz als gut oder sehr gut. Das geht aus der Studie „Cybersicherheit in Zahlen” hervor, die G DATA CyberDefense gemeinsam mit Statista und brand eins durchgeführt hat. Für die repräsentative Erhebung wurden mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt.
Im Detail gaben knapp die Hälfte der Befragten an, mit den Sicherheitsvorgaben gut klarzukommen, weitere 20 Prozent sogar sehr gut. Ein Viertel der Angestellten findet sich nach eigener Einschätzung nur teilweise zurecht. Lediglich sieben Prozent fühlen sich von den Maßnahmen nicht abgeholt.
Telekommunikation und IT vorn, öffentlicher Dienst hinten
Die Studie offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Branchen. Laut G DATA sind Angestellte in Telekommunikations- und IT-Unternehmen am souveränsten im Umgang mit Security-Richtlinien und -Maßnahmen. Den höchsten Anteil von Beschäftigten mit Defiziten weisen dagegen der öffentliche Dienst sowie der Gesundheits- und Sozialsektor auf.
Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand der G DATA CyberDefense AG, betont die praktischen Risiken mangelnder Verständlichkeit: „IT-Sicherheitsmaßnahmen wirken dann wirklich, wenn Mitarbeitende sie verstehen und im Alltag richtig anwenden.” Sobald Richtlinien unklar formuliert oder unnötig komplex seien, entstünden in der Praxis Abkürzungen – Vorgaben würden umgangen oder falsch umgesetzt. Angreifergruppen wüssten das und nutzten dies gezielt aus, so Lüning.
Zeitaufwand ja, Produktivitätsverlust selten
Die Befragten bewerten IT-Sicherheitsrichtlinien überwiegend positiv. Fast 37 Prozent der Beschäftigten geben jedoch an, dass die Einhaltung im Alltag Zeit koste. Demgegenüber fühlen sich 35 Prozent durch die Vorgaben nicht nur sicher, sondern bei der Arbeit zusätzlich entlastet. Weniger als jeder Zehnte – konkret acht Prozent – empfindet die Richtlinien als umständlich und produktivitätseinschränkend.
Die Studie „Cybersicherheit in Zahlen” erscheint laut G DATA bereits zum fünften Mal. Die Marktforscher von Statista haben die Befragung begleitet und zusätzlich Daten aus mehr als 300 Statistiken zusammengeführt.
